Shokhakimov dirigiert Profjews 5. Sinfonie

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Die Sinfonie Nr. 5 in B-Dur, Opus 100 ist die größtangelegte und klanglich mächtigste der sieben Sinfonien von Sergei Sergejewitsch Prokofjew.

Nach der „Klassischen“ ist sie sein bekanntestes und am meisten aufgenommenes sinfonisches Werk. Von der Fortschrittlichkeit und der Komplexität der Sprache und des Ausdrucks her bleibt sie jedoch hinter der avantgardistischen Zweiten Sinfonie, der dissonanteren Dritten Sinfonie und der strukturell freieren Sechsten Sinfonie zurück.

Wie auch Schostakowitschs siebente und Chatschaturjans zweite Sinfonie fungierte Prokofjews Fünfte als patriotisch-heroische, sowjetische „Kriegssinfonie“. Deren generell affirmativen Charakter nahm der Komponist in seiner darauffolgenden, tragischen Sinfonie ebenso zurück wie Schostakowitsch seinerseits in seiner Achten.

Prokofjew komponierte die Sinfonie 1944, uraufgeführt wurde sie in Moskau am 13. Januar 1945.

I. Andante ∙ II. Allegro marcato ∙ III. Adagio ∙ IV. Allegro giocoso ∙ hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony ∙ Aziz Shokhakimov, Dirigent ∙ Alte Oper Frankfurt, 16. Februar 2018

Der Dirigent Aziz Shokhakimov wurde 1988 in Taschkent (Usbekistan) geboren und lernte als Sechsjähriger zunächst Violine und Bratsche, später kam eine dirigentische Ausbildung bei Vladimir Neymer hinzu. Bereits im Alter von 13 Jahren gab er vor dem Nationalen Symphonieorchester Usbekistan sein Dirigentendebüt, ein Jahr später leitete er erstmals eine Vorstellung von „Carmen“ (Bizet) in der Usbekischen Nationaloper.

Weitere Engagements führten Aziz Shokhakimov zum Nationalen Jugendorchester Usbekistan sowie zum Russian National Orchestra, wo er 2005 auch in das von Vladimir Spivakov geleitete Dirigenten-Nachwuchsförderprogramm aufgenommen wurde. Von 2006-2012 war Aziz Shokhakimov Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters Usbekistan, bei dem er bereits seit 2001 als Assistenzdirigent engagiert war.

Seit dem Gewinn des Zweiten Preises beim internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker 2010 debütierte Shokhakimov bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Kammerphilharmonie Bremen, den Düsseldorfer Symphonikern, der Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna und dem Orchestra Filarmonica della Fenice, der Sinfonia Varsovia, sowie dem Houston Symphony Orchestra, dem Pacific Symphony und dem Oregon Symphony Orchestra.

Es spielt das hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony unter der Leitung von Aziz Shokhakimov. Eine Aufnahme aus der Alten Oper in Frankfurt vom 16. Februar 2018.